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Moor erleben - Moorwanderungen

Das Oldendorfer Hohe Moor sticht wortwörtlich aus unserer flachen Landschaft heraus: Es wurde nie industriell abgetorft - bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gewannen die Menschen aus den umliegenden Dörfern allerdings Torf in kleinen Handtorfstichen.

Anfang der 2000er Jahre wurde das Hohe Moor mit viel Aufwand wiedervernässt, indem Entwässerungsgräben zugeschüttet und Flächen renaturiert wurden. Heute wächst es an vielen Stellen - mit Hilfe der Torfmoose - wieder ganz langsam in die Höhe.

Zahlreiche moortypische Tier-und Pflanzen haben sich seitdem wieder im Hohen Moor angesiedelt. Glockenheide und Wollgras erhellen das Moor und mit gutem Blick lässt sich an einigen Stellen der fleischfressende Sonnentau beobachten. Der Gagelstrauch besticht dagegen durch seinen eigenartigen Duft - früher bereicherte er als Würze das Bier!

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Seit einigen Jahren nisten einige Kranichpärchen wieder im Moor und viele weitere Artgenossen nutzen es als Rastplatz. Die seltene Sumpfohreule geht nachts auf Beuteflug und Wanderer können mit einigem Glück auch schon mal einer Kreuzotter begegnen. Spezialisierte Libellenarten, wie z.B. Moorjungfern haben sich wieder angesiedelt und auch der Moorfrosch, der zur Balzzeit im Frühling knallblau gefärbt ist.  

Moore nehmen eine sehr wichtige Rolle im Klimaschutz ein, sie sind in der Lage, große Mengen an CO2 aufzunehmen und dauerhaft zu speichern. Ein Moor sorgt zudem für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt in der Umgebung, indem es wie ein Schwamm Wasser aufnimmt und dieses ganz langsam wieder abgibt.

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Ich zeige Ihnen mit Begeisterung diesen eigenartigen und extremen Lebensraum, der gleichzeitig eine wilde Schönheit offenbart. Oftmals hat man das Hohe Moor ganz für sich allein - wenn man nicht grade an einem sonnigen Sonntagnachmittag unterwegs ist... 

Kennen Sie schon Torfi, den Moortroll? Auf einer hu-moor-vollen Wanderung berichtet Ihnen der kleine Kerl allerhand Spannendes und Kurioses aus seiner nassen Heimat. Insbesondere Kindergruppen macht er es leicht, sich für die Pflanzen und Tiere des Moores zu begeistern.

Die Moorerlebnisse finden in der Regel im Hohen Moor bei Oldendorf statt - der genaue Treffpunkt wird der Gruppe rechtzeitig mitgeteilt. Der neue Naturlehrpfad, der ab Herbst 2021 die Sunder Seen mit dem Hohen Moor verbindet, wird hervorragende Bedingungen zum Kennenlernen der verschiedenen Ökosysteme Wald, Wasser und Moor bieten.

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Adresse

Am Weissenmoor 2
21726 Oldendorf

Kontakt

info[at]jonasmaiwald.de   
0162-2738499